Was Leerstand wirklich kostet
Eine leere 60-m²-Wohnung kostet rund 4.000 € Miete im Jahr. Die Betriebskosten, die trotzdem anfallen, sind da noch nicht eingerechnet. Bei zehn leeren Wohnungen fehlt schnell ein Betrag, mit dem sich ein Treppenhaus sanieren ließe.
Warum Wohnungen leer bleiben
Selten liegt es an den Wohnungen selbst. Meist erfahren die richtigen Menschen nicht von ihnen.
- Die Region verliert Einwohner, Sachsen-Anhalt bis 2035 rund 13 %
- Junge Haushalte suchen im Handy und finden die Genossenschaft dort nicht
- Sanierte Wohnungen wirken online wie vor 30 Jahren, weil aktuelle Bilder fehlen
- Portale zeigen Interessenten gleich die Angebote anderer Vermieter
Was hilft
Gegen Leerstand hilft keine einzelne Anzeige. Es braucht einen Auftritt, der zeigt, was Ihre Genossenschaft heute bietet, und der dort zu finden ist, wo junge Haushalte suchen. Für Wohnungen, die besonders lange leer stehen, gibt es eine eigene Vermietungskampagne. Wie wir das im Einzelnen angehen, besprechen wir gern im Erstgespräch mit Ihren Zahlen.
Beispiel Thale
Die Wohnungsgenossenschaft Thale eG hat rund 1.400 Wohnungen. Über die neue Website kamen rund 25 Anfragen, 85 % davon von Haushalten unter 40 Jahren. Genau die Menschen, die eine Genossenschaft in den nächsten Jahrzehnten braucht.
In Zahlen
- 8,9 %
- der Wohnungen in Sachsen-Anhalt stehen leer
- Quelle: Destatis, Zensus 2022
- −13 %
- Einwohner verliert Sachsen-Anhalt bis 2035
- Quelle: 7. Regionalisierte Bevölkerungsprognose Sachsen-Anhalt
- 85 %
- der Anfragen über die Website der WG Thale kamen von Haushalten unter 40
- Quelle: Wohnungsgenossenschaft Thale eG, Referenz von Growit
Was Vorstände dazu fragen
Ab wie viel Leerstand lohnt sich das?
Das rechnen wir im Erstgespräch mit Ihren Zahlen durch. Als Anhaltspunkt: Jede leere 60-m²-Wohnung kostet rund 4.000 € Miete im Jahr.
Wir haben kaum Leerstand. Ist das trotzdem ein Thema?
Dann geht es um die Zukunft: junge Mitglieder gewinnen, bevor Wohnungen frei werden. Wer erst anfängt, wenn Wohnungen leer stehen, fängt zu spät an.
Brauchen wir dafür ein Immobilienportal?
Nicht unbedingt. Wenn Interessenten Sie direkt finden, melden sie sich bei Ihnen und nicht bei einem Portal, das Gebühren nimmt und gleich andere Angebote zeigt.


